Home
Drei Städte
Wien
Stadion
Ernst-Happel-Stadion, Wien

- Foto: Copyright picture-alliance
Im Stadion in der österreichischen Hauptstadt werden mit sieben Spielen die meisten Partien der EM ausgetragen, darunter auch das Finale. Das ursprüngliche Prater-Stadion, das seit 1993 nach der Trainerlegende Ernst Happel benannt ist, fasst nach der Modernisierung bei den Spielen der Europameisterschaft mehr als 50.000 Zuschauer. Alle Länderspiele Österreichs werden im Ernst-Happel-Stadion ausgetragen. Auch die Derbys der Wiener Clubs Rapid und Austria sowie internationale Spiele der Vereine finden in der Regel hier statt.
Das Stadion
Die Geschichte des heutigen Ernst-Happel-Stadions, das mitten im berühmten Wiener Erholungsgebiet Prater liegt, reicht bis ins Jahr 1915 zurück. Ein prunkvolles Stadion hatten die Wiener im Auge – allein auf einen Standort konnte man sich nicht einigen. Erst viele Jahre später platzierte man in der Prater-Hauptallee einen Granitblock als provisorischen Grundstein und 1929 schließlich wurde der Bau beschlossen. Die vom deutschen Architekten Otto Ernst Schweizer geplante Sportstätte wurde 1931 eröffnet. Zu jener Zeit feierte die Alpenrepublik ihre bislang beste Mannschaft, das „Wunderteam“ – unter anderem mit Matthias Sindelar. Dieser Elf gelang 1931 ein 6:0-Auswärtserfolg gegen Deutschland in Berlin.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Stadion um einen dritten Rang aufgestockt, Flutlichtmasten wurden installiert und die Stätte zu einer Mehrkampfarena umgebaut. Aus der Zeit nach Fertigstellung der Erweiterung 1959 datiert auch der Besucherrekord: 90.726 Zuschauer sahen einen 3:1-Sieg Österreichs gegen die UdSSR. Bei einer Generalsanierung, die 1993 abgeschlossen wurde, erhielt das Prater-Stadion eine komplette Überdachung, in die das neue Flutlicht integriert wurde. Das Fassungsvolumen sank auf 55.000 Zuschauer.
Anlässlich der EM wurde das Stadion für 37 Millionen Euro modernisiert. Die zusätzlich eingebauten Sitzplätze im unteren Rang verschwinden nach der EM, um die Laufbahn danach wieder für Leichtathletikveranstaltungen nutzen zu können.
Schatten auf der glanzvoller Arena
Das schlimmste Kapitel der Geschichte des Prater-Stadions datiert aus dem Zweiten Weltkrieg. Nachdem das faschistische Deutschland Österreich annektiert hatte, wurde die Arena zunächst zur Kaserne und schließlich zum Internierungslager für Bürgerinnen und Bürger jüdischer Abstammung, ehe sie in Konzentrationslager weitertransportiert wurden. So wurden das Stadion und die umliegenden Sportstätten 1944 auch zum Ziel alliierter Bombenangriffe.

- Foto: Copyright picture-alliance
Vereine/Fanszene
Die Traditionsvereine Wiens sind der SK Rapid Wien und FK Austria Wien. Die Heimat des SK Rapid, den erfolgreichsten Verein Österreichs und aktuellem Meister, ist Hütteldorf (U4 Endstation Hütteldorf), Heimstadion ist das Hanappi-Stadion. Der FK Austria Wien spielt im Franz-Horr-Stadion (U1 bis Reumannplatz), das gerade umgebaut und modernisiert wird.
Diese zwei populären Hauptstadtklubs haben die größten Fanszenen in Österreich, beide sind in „herzlicher Abneigung“ verbunden. Dominiert wird die Rapid-Szene von den Ultras, die auch immer wieder mit aufwendigen Choreographien für Aufsehen sorgen. Der Rapid-Anhang ist zudem sehr reisefreudig, kein anderer Klub kann auf derartige große Unterstützung bei Auswärtsspielen setzen. Anders als bei Rapid dominiert bei Austria nicht eine Gruppierung, sondern mehrere, kleinere Fanklubs.
Weblinks
www.skrapid.at
www.fk-austria.at
Anfahrt mit ÖPNV
Am schnellsten ist man mit der U-Bahnlinie U2, die euch bis zur neuen Haltestelle „Stadion“ bringt. Die U2 fährt ab dem Zentrum (z. B. Station Volkstheater). Alternativ kann die U1 bis zur Station Praterstern genommen werden, von dort ist das Stadion auch fußläufig in etwa 15 Minuten zu erreichen. Mit der U3 könnt ihr bis zur Station „Schlachthausgasse“ fahren, auch von dort dauert es zu Fuß nur ca. eine Viertelstunde zur Spielstätte.
Der Fußweg von der Innenstadt, z. B. vom Stephansdom aus ist eine schon recht anspruchsvolle Wanderung von rund eineinhalb Stunden, auf der man unterwegs schnell mal verloren gehen kann.
Anfahrt mit dem Pkw
Wer mit dem Pkw anreist, achte auf die Beschilderung der jeweiligen Parkzonen. Die Besucher werden entsprechend der Partie in zwei Gruppen aufgeteilt; Parkzone A (Messe Süd) und Parkzone B (Hauptallee, Lusthaus, Freudenau)
Aus Richtung Westen kommend, folgt ihr der A1 über das Wiental zur A 23 (Südosttangente) und dann zum Stadion.
Aus Richtung Süden: Über die A2 zur A23 bis zum Handelskai, dort ab zu den Parkplätzen.
Aus dem Osten und vom Flughafen kommend: Über die A4 zur A23 bis zum Handelskai.
Und von Norden: Ebenfalls der A23 bis zum Handelskai oder der A22 zur A23 folgen.
Alle Infos auch unter www.wien.gv.at/spezial/euro2008/ernst-happel-stadion/anfahrt.html
Linienfahrpläne Wien
www.wienplan.com/select/plaene_hs.html















